Exponat der Woche

Der Dinosaurier: Ungeheuer energieeffizient


Das Museum für Naturkunde in Berlin feiert in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag - im September finden eine Vielzahl spannender Veranstaltungen statt. Mehr Informationen finden Sie hier.

Ob Jurassic Park, Sachbücher für Kinder oder Wissenschafts-Dokus: Die Faszination der Menschen für Dinosaurier ist ungebrochen. Heute wissen wir, dass diese Riesenreptilien ungeheuer energieeffizient waren. Der Forscher Brian McNab von der University of Florida glaubt: Dinosaurier waren sehr faule Tiere, und insbesondere die pflanzenfressenden Sauropoden konnten so riesig und so schwer werden, weil sie sich wenig bewegen mussten. So brachten Martin Sander und Marcus Clauss von der Universität Bonn das Fehlen eines komplizierten Kauapparates bei den Sauropoden mit dem kleinen Kopf und sehr langen Hals in Verbindung: Die Tiere konnten mit nur wenigen Bewegungen viel Nahrung aufnehmen. Zur Energieeffizienz trugen aber auch die vogelähnliche Hochleistungslunge der Dinosaurier und eine flexible Stoffwechselrate bei. Laut McNab konnten Dinosaurier dadurch ihre Energie mehr als dreimal effizienter als Eidechsen umsetzen, was bereits einem Fünftel der Energieeffizienz eines heutigen Säugetieres entspricht. In Kombination mit einem breiten Nahrungsangebot konnten die Dinosaurier so zu den größten Landtieren werden, die je auf der Erde gelebt haben.

Exponat des Museums für Naturkunde in Berlin

Museum für Naturkunde in Berlin

Ob Tierpräparat, Dinosaurier oder Smaragd: Mit über 30 Millionen zoologischer, paläontologischer und mineralogischer Objekte ist das Museum für Naturkunde das größte deutsche Naturkundemuseum. >>

Wissenschaftsjahr 2010