Exponat der Woche

Der Zigarrenanzünder: Wiedergeburt eines Vorzeigeobjekts


Dieser elegante elektrische Zigarrenanzünder aus dem Jahr 1893 wurde nach dem Patent des  umtriebigen Erfinders und Unternehmers Friedrich Wilhelm Schindler-Jenny (1856-1920) gefertigt.  In der Patentschrift verwies Schindler ausdrücklich darauf, dass sein Zigarrenanzünder alle Teile, auch den Vorwiderstand, in einem Gerät vereint. Bei den Anzündern der Konkurrenten war dieser Widerstand außerhalb des Apparates vorgeschaltet, wodurch ein Teil der Hitze wertlos verbraucht wurde.

Zigarrenanzünder sind Renommierstücke, entsprechend kunstfertig werden sie gestaltet. In der Nachkriegszeit verlor der elektrische Zigarrenanzünder jedoch seine Bedeutung als Vorzeigeobjekt.  Im Jahre 1955 kommt noch einmal ein repräsentativer elektrischer Zigarrenanzünder auf den Markt, kombiniert mit einem Parfumverdunster oder Rauchverzehrer. Doch dann ist die Zeit des Zigarrenanzünders endgültig vorbei. Vielmehr: fast vorbei. Denn im Auto feierte er eine Art Wiedergeburt und dient heute als Spannungsquelle für Navigationssysteme und Ventilatoren oder als Ladekabel für Mobiltelefone.

Exponat des Museums für Energiegeschichte(n) in Hannover.

Museum für Energiegeschichte(n) in Hannover

Das Museum für Energiegeschichte(n) beteiligt sich mit vielfältigen Angeboten an ... >>

Wissenschaftsjahr 2010