Exponat der Woche

Die Schalttafel: Arbeit mit Fingerspitzengefühl


Diese eindrucksvolle Schalttafel im LVR-Industriemuseum in Engelskirchen wurde in den 1920er Jahren errichtet und nimmt fast den gesamten Raum ein. Sie zeigt, wie der Strom für das Licht und die Maschinen in der ehemaligen Baumwollspinnerei Ermen & Engels verteilt wurde. Die Bedienung und Wartung der Schalttafel lag in den Händen des Schaltwartes. Er wusste mit den Instrumenten und Daten umzugehen und benötigte bei seiner Arbeit viel Fingerspitzengefühl. Schon 1903 profitierten auch das Wohnhaus des Fabrikanten und der Ort Engelskirchen von der lokalen Stromerzeugung. Dank des Kraftwerks in der Fabrik leuchteten hier eher als in mancher Großstadt die elektrischen Straßenlaternen.

Bis 1930 reichte der aus Wasserkraft erzeugte Strom für die Fabrik aus. Gerade die Spinnmaschinen verbrauchten jedoch eine große Menge Energie. Deshalb benötigte der Betrieb schließlich zusätzlich Strom aus dem öffentlichen Netz.

 Exponat des LVR-Industriemuseums, Schauplatz Engelskirchen

Rheinisches Industriemuseum – Schauplatz Engelskirchen

Massige Gebäude der ehemaligen Baumwollspinnerei Ermen & Engels säumen den Fabrikhof. In die Fabrik von Friedrich Engels sen. ist heute jedoch der Schauplatz Engelskirchen des Rheinischen Industriemuseums eingezogen. >>

Wissenschaftsjahr 2010