Exponat der Woche

Die Steckdose: Wie kommt der Strom ins Haus?


Im Jahre 1880 glühte zwar schon hier und da die Glühlampe, aber der Strom kam noch nicht aus der Steckdose. Alex Bernstein schrieb damals: „Uns Stadtbewohnern wird das Gas fertig ins Haus geliefert, wir öffnen den Hahn (…) Ganz anders beim elektrischen Licht; der Strom (…) muss von uns selber hergestellt werden.“ Das rief nun Thomas Alva Edison auf den Plan. Sollte seine Glühlampe den Siegeszug antreten, musste zuerst die Versorgung mit elektrischem Strom sichergestellt sein. Das erste Kraftwerk, das Strom über weite Entfernungen in die Häuser lieferte, wurde durch Edisons Firma Electric Illuminating Company 1883 in der Pearl Street in New York in Betrieb genommen. 25.000 Meter Kabel wurden hierfür verlegt. Schon bald errichtet man die Kraftwerke nicht mehr inmitten der Städte, sondern weit vor der Stadt, wo die zur Stromerzeugung erforderlichen Energien, Wasser und Kohle vor allem, am billigsten waren. Die erste wichtige Überlandleitung wurde 1891 in Deutschland in Betrieb genommen. Sie verband ein Kraftwerk in Lauffen am Neckar mit der Stadt Frankfurt am Main. Die hier abgebildete Steckdose ist aus Porzellan und stammt vom Anfang des 20. Jahrhunderts.

Exponat aus dem Museum für Energiegeschichte(n) in Hannover

Museum für Energiegeschichte(n) in Hannover

Das Museum für Energiegeschichte(n) beteiligt sich mit vielfältigen Angeboten an ... >>

Wissenschaftsjahr 2010