Exponat der Woche

Der elektrische Schuhtrockner: Trockene Füße dank Elektrizität


Dieses Objekt, das irgendetwas zwischen Fliegenklatsche und Bügeleisen zu sein scheint, teilt mit Letzterem zumindest seine Funktionsweise. Der Schuhtrockner bedient sich der Erzeugung von Wärme durch Elektrizität. Auf diesem einfachen Funktionsprinzip basierten neben diesem Gerät von 1893 zahlreiche andere, damals neuartige elektrische Haushaltsgegenstände wie Heizdecken oder Kochplatten. Und auch heute, da die Technik komplexer und vielfältiger geworden ist, bleibt die Erzeugung von Wärme durch Strom die funktionelle Grundlage einer Vielzahl von Geräten.

Zwar wirkt der Schuhtrockner angesichts intelligenter Heizungen heute wie ein Kuriosum aus einer längst vergangenen Ära, doch um 1900 war er sowohl ein Sinnbild für Modernität als auch unsagbar nützlich. Während nasse Schuhe heutzutage in gut geheizten Häusern rasch trocknen, war dies damals in zugigen Fluren und spärlich beheizten Wohnungen nicht selbstverständlich. Ohne Zentralheizung und Wärmedämmung war der elektrische Schuhtrockner deshalb ein segensreicher Luxusartikel.

Exponat des Deutschen Museums in München

Deutsches Museum in München

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Wissenschaftsjahr 2010