Exponat der Woche

Wellenkraftwerk und Turbine: Die Kraft der Wellen nutzen


Wellen höhlen mit der Zeit Felsen aus oder tragen Strände ab. Immer wieder tüfteln Erfinder daran, diese riesige Energie der Meereswellen nutzbar zu machen.

Bei diesem Kraftwerk drücken Wellen die Luft in einer Kammer zusammen. Sie kann nur durch die Turbine (im Bild) entweichen – und versetzt sie so in Drehung. Fließt das Wasser aus der Kammer ins Meer, so saugt es Luft durch die Turbine zurück. Die Turbine treibt einen Generator an, Strom fließt.    

Die Turbine war zwischen 1991 und 1999 in einem kleinen 75-kW-Test-Wellenkraftwerk auf der schottischen Insel Islay in Betrieb. Dabei sammelte man Erfahrungen: Wie groß kann so eine Turbine sein? Wie kann man sie verbessern, damit sie sich für ein wirtschaftlich rentables 500-kW-Wellenkraftwerk eignet? Die Erfahrungen wurden – ebenfalls auf Islay – in dem größeren Wellenkraftwerk Limpet umgesetzt. Die schottische Firma Wavegen, eine Tochterfirma der deutschen Voith Hydro, hat beide Anlagen entwickelt und gebaut.

Das neuartige Kraftwerkskonzept könnte nun in Molen, Hafenmauern oder Küstenschutzanlagen integriert werden und es wird intensiv daran gearbeitet, sie weiter zu verbessern. Das Beispiel zeigt, dass die Nutzung regenerativer Energieformen eine völlig neue Herangehensweise erfordert. Innovative Technologien müssen entwickelt werden, um die geringere Energiedichte optimal zu nutzen – eine große Entfaltungsmöglichkeit, aber auch ein hoher Anspruch an WissenschaftlerInnen und IngenieurInnen!

Exponat des Deutschen Museums in München

Deutsches Museum in München

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Wissenschaftsjahr 2010