Exponat der Woche

Das Spiritus-Bügeleisen: Einmal Volltanken bitte!


Wäsche zu glätten war von jeher eine schweißtreibende Angelegenheit. Die im 19. Jahrhundert verbreiteten Kohlebügeleisen mussten mit heißer Kohle befüllt werden, und die ausweichenden Dämpfe legten sich auf Wäsche und Atemwege.

Als alternativer Brennstoff wurde deshalb in Amerika seit den 1850er Jahren, später auch in Europa, Spiritus eingesetzt. Über einen am Bügelkörper angebrachten Tank mit Docht wurde der Brennstoff zum innen liegenden Brenner geleitet und entzündet. Mit diesem Gerät  konnte man erstmals eine Stunde lang ununterbrochen bügeln. Vergleichsweise sauber, günstig und handlich wurden Spiritus-Bügeleisen wie dieses der Firma Josef Feldmeyer aus Würzburg gerne auf Reisen benutzt. In den eigenen vier Wänden dagegen war ihnen nur eine kurze Konjunktur vergönnt. Mit dem Aufkommen des elektrischen Bügeleisens, das an das Stromnetz angeschlossen werden konnte und kontinuierliche Wärme ohne lästiges Hantieren mit Brennstoff garantierte, gehörte das Spiritus-Bügeleisen der Vergangenheit an.

Exponat des Deutschen Museums, München

Deutsches Museum in München

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Wissenschaftsjahr 2010