Exponat der Woche

Kabel: Kunstwerke voller Energie


Kabel und Freileitungen sind erforderlich, um die elektrische Energie vom Kraftwerk zu den Verbrauchern zu transportieren. Um die Übertragungsverluste zu minimieren, werden dabei unterschiedliche Spannungen verwendet; in Deutschland überwiegend 380 kV, 110 kV, 20 bis 10 kV und 230/400 V. Kabel haben gegenüber Freileitungen den Vorteil, nach ihrer Legung nicht mehr sichtbar zu sein. Allerdings ist der Kostenaufwand für Kabel viel höher, insbesondere im Hoch- und Höchstspannungsbereich. Höher als bei Freileitungen sind auch die Übertragungsverluste und der Aufwand und die Dauer von Reparaturen.

Der Magistrat von Berlin hatte schon 1884 die unterirdische Legung der Energieleitungen angeordnet. Dadurch wurde die Entwicklung von leistungsfähigen Energiekabeln gefördert. Da viele Kabelhersteller in Berlin ansässig waren und ihre Neuentwicklungen in Zusammenarbeit mit dem städtischen Elektrizitätsversorger testeten, kam eine große Sammlung unterschiedlichster Konstruktionen von Kabeln, Verbindungsmuffen und Endverschlüssen zusammen, die heute im Energie-Museum Berlin zu sehen ist.

Exponat des Energie-Museums Berlin

Energie-Museum Berlin

Die Geschichte der Elektrotechnik ist untrennbar mit der Geschichte Berlins ... >>

Wissenschaftsjahr 2010