Exponat der Woche

Der Verbrennungskalorimeter


Woher weiß man eigentlich, wie viele Kalorien in Keksen stecken? Die Antwort ist überraschend: Man verbrennt sie und misst, wie viel Energie in Form von Wärme dabei freigesetzt wird. Ein Verbrennungskalorimeter ist ein isolierter Behälter, in dem man eine solche Verbrennung wissenschaftlich exakt durchführen kann.

Um Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckten Physiker und Mediziner, dass es verblüffende Ähnlichkeiten zwischen Dampfmaschinen, Benzinmotoren und dem menschlichen Körper gibt. Hier wie dort werden energiereiche Stoffe – sei es nun Kohle oder Keks – bei einer ausreichenden „Betriebstemperatur“ und mit Hilfe von Sauerstoff dazu gebracht, die Verbindungen in ihrem Innern zu lösen und sich zu neuen Stoffen (z. B. Wasser und Kohlendioxid) zusammenzusetzen. Bei dieser „Oxidation“ (von oxygen, „Sauerstoff“)  wird Energie freigesetzt. Diese Energie ist gleich groß, ganz egal, ob der Vorgang im Körper oder an der Luft stattfindet.

Das Exponat – der Verbrennungskalorimeter nach Knies (1920) – stammt aus der historischen Instrumentensammlung des Johannes-Müller-Instituts der Humboldt-Universität zu Berlin.

Er war in der Ausstellung „Energie gleich Arbeit“ der Stiftung Brandenburger Tor im Max Liebermann Haus in Berlin zu sehen.

Ausstellung „Energie = Arbeit“

Ohne Energie geht gar nichts – aber wie viel brauchen wir tatsächlich? Die Ausstellung „Energie = Arbeit“ geht dieser Frage nach. >>

Wissenschaftsjahr 2010