Exponat der Woche

Perpetuum mobile: Der Traum von unendlicher Energie


Wie keine andere Maschine illustriert das Perpetuum mobile die Suche der Menschheit nach unendlich verfügbarer Energie. Die Idee einer Apparatur, die, einmal in Betrieb gesetzt, dauerhaft läuft und zusätzlich Arbeit verrichtet, reicht bis in das 11. Jahrhundert zurück. Die Entdeckung der Thermodynamik im 19. Jahrhundert zeigt, dass eine solche Maschine nicht funktionieren kann. Da Energie nicht erzeugt, sondern nur umgewandelt werden kann und dabei Reibungsverluste entstehen, kommt jede Bewegung in einem geschlossenen System ohne Energiezufuhr zum Stillstand. Dennoch beschäftigt die Idee eines Perpetuum mobiles bis heute noch einige Konstrukteure.

Mit Hilfe einer aufwändigen Kugelbahn versuchte sich ein Konstrukteur um 1980 am Bau eines Perpetuum mobiles. Über zwei Rinnen fallen Kugeln auf das große Rad und setzen es in Bewegung. Die Bewegung des Rades setzt über das Gestänge die Wippe am Turm in Gang. Die zurück rollenden Kugeln gelangen durch die Wippbewegung wieder in die Vorratsröhre und drücken dabei erneut Kugeln auf die oberen Rinnen – zumindest theoretisch! Die Maschine ist über zwei Meter lang und fast ebenso hoch.

Die imposant filigrane Apparatur ist in der Ausstellung „Energie=Arbeit“ zu sehen.

Ausstellung „Energie = Arbeit“

Ohne Energie geht gar nichts – aber wie viel brauchen wir tatsächlich? Die Ausstellung „Energie = Arbeit“ geht dieser Frage nach. >>

Wissenschaftsjahr 2010