Exponat der Woche

Energie für eine zuverlässige Stromversorgung


Die weltweit erste großtechnische Anlage zur Energiespeicherung in Batterien zum Zweck der Netzfrequenz-Regelung wurde 1986 im Inselnetz von Berlin (West) in Betrieb genommen. Bei einem Leistungsdefizit, bei dem die Netzfrequenz sinkt, wurde die Batterie entladen, der Gleichstrom in Drehstrom umgeformt und in das Netz eingespeist – bei einem Leistungsüberschuss umgekehrt. Die Anlage hatte eine Leistung von max. 17 MW (17.000 kW), ihr Energiespeicher bestand aus 1.416 solcher Batterieblöcke [10 Volt, 1.000 Amperestunden], insgesamt also 7.080 Batteriezellen. Gegenüber konventionellen Batteriekonstruktionen bestand die Besonderheit dieser Batterie darin, dass die negativen Platten auf einem Träger aus Kupfer-Streckmetall aufgebaut waren. Dadurch konnten viele Batterieeigenschaften verbessert werden. Der Gesamt­wirkungsgrad der Anlage lag bei über 80 Prozent - deutlich über den Werten von Pumpspeicher-Kraftwerken.

Nachdem das Inselnetz von Berlin (West) 1994 mit dem westeuropäischen Verbundnetz verbunden werden konnte, wurde die Anlage nicht mehr benötigt und stillgelegt. In ihrem Gebäude befindet sich jetzt das Energie-Museum Berlin.

Exponat des Energie-Museums Berlin

Energie-Museum Berlin

Die Geschichte der Elektrotechnik ist untrennbar mit der Geschichte Berlins ... >>

Wissenschaftsjahr 2010